Fünf Schritte wie Sie in virtuellen Teams Vertrauen schaffen und effektives Arbeiten fördern

21.08.2017

Teams sind dann effektiv, wenn sie in einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens ihrer Mitglieder arbeiten. Vertrauen entsteht im persönlichen Kontakt, im Kennenlernen. Auf diese Weise machen wir die Erfahrung, dass wir uns aufeinander verlassen können und sind gerne bereit, uns im Team füreinander einzusetzen. Soweit die Hypothese...

 

Was aber, wenn wir in virtuellen Teams arbeiten, der persönliche Kontakt fehlt und das Vertrauen untereinander nicht so leicht wächst?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier bietet eine Metastudie der Uni Münster einen vielversprechenden Praxisansatz.

Ein Forscherteam untersuchte die Zusammenhänge zwischen effektivem Arbeiten und Vertrauen im Team. Mit einbezogen wurde, inwieweit die einzelnen Teammitglieder ihre jeweiligen Arbeitsschritte dokumentierten.

 

Face-to-face-Teams

Je mehr sich Teammitglieder in face-to-face-Teams vertrauen, desto effektiver arbeitet das Team insgesamt. Vertrauen erleichtert die Koordination und die Kooperationsbereitschaft in Teams. Außerdem sind Teammitglieder, die vertrauensvoll zusammenarbeiten mit ihrer Arbeit zufriedener, eher bereit, anderen zu helfen oder Konflikte und Fehler offen anzusprechen.

 

Virtuelle Teams

In virtuellen Teams erwies sich der Zusammenhang zwischen Vertrauen und Leistungsfähigkeit des Teams als noch weitaus stärker ausgeprägt. Er schwächte sich aber ab, je mehr die einzelnen Teammitglieder ihre jeweiligen Arbeitsschritte dokumentierten.

 

Die Studie bietet einen praktischen Ansatz, wie die Effektivität von virtuellen Teams gesteigert werden könnte, deren Mitgliedern das Vertrauen ineinander fehlt. Gerade im Zusammenhang mit digitaler Kommunikation entstehen Unsicherheiten und nicht vorhersehbare Risiken.  

 

 

Fünf Schritte wie Sie in virtuellen Teams Vertrauen schaffen und damit effektives Arbeiten fördern:

 

  1. Dokumentation von Arbeitsprozessen, Arbeitsschritten, Interaktionen und Arbeitsergebnissen in Text-, Audio- oder Videodateien.
     

  2. Allen Teammitgliedern die Dokumentation zugänglich machen. Dies steigert  die Effektivität des Teams, auch wenn die Vertrauensbasis nicht so ausgeprägt ist, wie in einem face-to-face-Team.
     

  3. Erstellen von individuellen Websites mit den Kompetenzen und persönlichen Interessen der einzelnen Teammitglieder.
     

  4. Bereitstellen von Chatsystemen, die gegenseitigen Support und Kooperation ermöglichen.
     

  5. Nutzung von Anwesenheitsassistenten, die die Erreichbarkeit der Teammitglieder anzeigen.

Grundlage der Metastudie waren 54 Einzelstudien (12615 Personen in 1850 Teams), die zum Teil unterschiedlich angelegt waren, aber insgesamt aus realen Arbeitskontexten stammten.

 

Quelle:

Journal of Applied Psychology © 2016 American Psychological Association

2016, Vol. 101, No. 8, 1151–1177 0021-9010/16/

http://dx.doi.org/10.1037/apl0000113

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